Danken schützt vor Wanken.


Es gab berechtigte Gründe für Unzufriedenheit. Die Stimmung im europäischen Vertriebsteam war, gelinde gesagt, bescheiden.

Aufgrund massiver Qualitätsprobleme wurde schon reichlich verbrannte Erde bei unseren Kunden hinterlassen.

Dafür passten mittlerweile auch die Lieferzeiten vorne und hinten nicht mehr und der Head of Sales kündigte eine heftige Preiserhöhung an.


Und was machte mein Vorgesetzter damals? Er forderte uns auf, jeden Freitag die Highlights der Woche miteinander zu teilen.


Wir sollten weg von dem einseitigen Beschäftigen mit Dingen, die nach unten ziehen.

Und für ihn war das nicht einfach nur ein (Führungs-)Mittel zum Zweck.

Er lebte das. Seine ganze Ausstrahlung war positiv und er vermittelte Dankbarkeit gegenüber jeden Mitarbeiter und seine Aktivität.


Ich bin seither davon überzeugt, das authentische Dankbarkeit zur Führung dazu gehört.


Insbesondere im Zeitalter von Distanzarbeit. Denn Dankbarkeit stärkt nicht nur die mentale Gesundheit, sondern führt auch zu mehr Zugehörigkeit und Identifikation.


Kann man Dankbarkeit üben?


Zumindest hilft ein "Gratitude Journal" dabei (gibt es in dutzenden Formen als Buch und App fertig zu kaufen), sich die positiven Dinge des Tages, der Woche, des Lebens ins Gedächtnis zu rufen.

Es genügt jedoch schon, wenn Sie sich abends bewusst an die guten Dinge des Tages erinnern. Fangen Sie damit an, sich drei Dinge zu sagen, die gut waren. Wenn es am Anfang noch hapert...das wird...irgendwann finden Sie 5, 10, 15 Gründe!

Wofür waren Sie heute schon dankbar?

Wem haben Sie heute schon aufrichtig gedankt?